TANZPraxis

Wie geht das? Was braucht man? In welchem Rahmen kann Tanzvermittlung stattfinden?

Projektformate

Tanzunterricht lässt sich in vielfältiger Form in den Alltag der Schule, der Kita und der Jugendeinrichtung integrieren. Bei der Entscheidung für ein Format spielen Faktoren wie inhaltliche Vorstellungen, Zeitrahmen, Gruppengröße, finanzielle Mittel, eventuelle Vorgaben durch ein Förderprogramm, räumliche Möglichkeiten etc. eine maßgebliche Rolle.

Je nach Bedarf und Zielsetzung sind folgende Tanzunterrichts-Formate denkbar:

  • einmal pro Woche innerhalb des regulären Schul-Unterrichts /des Kita-Alltags /oder des Angebots der Jugendeinrichtung
  • Profilklasse Tanz
  • Projekttage/-woche
  • nachmittägliche AGs
  • tanzpädagogisches Angebot im offenen Ganztag
  • Tanz als Wahlpflichtfach
  • Ferienangebot

Bei der Überlegung, welches Format zu Ihrer Einrichtung passen könnte, sollte bereits berücksichtigt werden, ob auch eine Aufführung geplant ist, damit entsprechende organisatorische sowie finanzielle (Zusatz-)Fragen von vornherein mit geklärt werden können.

Checkliste für die Projektplanung: PDF Download


Fachaustausch

Als Fachbereich Tanzvermittlung NRW fördern wir den fachlichen Austausch für alle Beteiligten von Tanzvermittlungs-Projekten. Wir organisieren Fort- und Weiterbildungen, sammeln interessante Termine rund um die Tanzvermittlung, vermitteln fachliche Begleiter_innen und entwickeln innovative Coachingformate.

Fort- und Weiterbildungen

Wir koordinieren Fort- und Weiterbildungen zu verschiedensten Themenbereichen sowie unterschiedliche Formate zum Fachaustausch zwischen Tanzkünstler_innen, pädagogischem Fachpersonal und Koordinator_innen. Der Fachaustausch dient zur Qualitäts- und Projektentwicklung.

Zu den Terminen!


Coaching

Reflexion, Perspektivenwechsel und Sammlung stehen hierbei im Fokus. Zur Förderung und Sicherung der Arbeitsqualität von Tanzvermittelnden eignet sich die Coaching-Methode, bei der es vor allem darum geht, sie dabei zu unterstützen, ihre Wahrnehmung im Unterricht zu verfeinern, blinde Flecken zu erhellen und neue Handlungs- und Verhaltensoptionen zu entwickeln.


Fachliche Begleitung

versteht sich als Unterstützung der Tanzkünstler_innen in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die fachlichen Begleiter_innen sind dabei erfahrene Tanzvermittler_innen, die neben ihrer Tanzexpertise über Coaching-Kompetenzen verfügen.

Die fachliche Begleitung ist ein Angebot zur Weiterentwicklung der eigenen Stärken und individuellen Potenziale und stellt in diesem Sinne einen Beitrag zur Qualitätssicherung der Projekte dar. Die möglichen Inhalte sind vielfaltig: Kontakt, gruppendynamische Prozesse, Konfliktbewältigung, Kommunikation, "Kunst" in der Arbeit, Didaktik, etc.

Folgende Tänzer_innen, Choreograf_innen, Tanzpädagog_innen sind entsprechend weitergebildet und stehen für eine fachliche Begleitung gerne zur Verfügung:

[Sonia Franken]  (Köln)
[Sabine Seume]  (Düsseldorf)
[Andreas Simon]  (Krefeld)
[Sarah Schuhmacher]  (Köln)
[Marcelo Omine]  (Köln)
[Erika Pico]  (Essen)
[Pavlina Cerna]  (Essen)
[Anne Grafweg]  (Haan)
[Rebekka Schaefer]  (Düsseldorf)
[Jacqueline Fischer]  (Düsseldorf)


Förderprogramme

Das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesregierung, Kommunen sowie private Stiftungen bieten eine Reihe von Programmen an, mit Hilfe derer Tanzprojekte gefördert werden können und sollen. Unter ihnen besonders hervorzuheben sind "ChanceTanz" sowie „Jekits“, "Kultur und Schule" und "Kulturrucksack". Wir beraten Interessierte auch bei der Beschaffung von Finanzmitteln. Wichtig zu wissen: Grundsätzlich wird die Finanzierung der Tanzangebote von den Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen selbst organisiert.

Kultur und Schule

Das NRW Landesprogramm "Kultur und Schule" wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen, um die künstlerisch-kulturelle Bildung an Schulen zu stärken. Jährlich bis zum 31. März können Anträge für das kommende Schuljahr eingereicht werden. Gefördert wird die Tätigkeit von Künstler_ innen und Kunstpädagog_innen in außerunterrichtlichen Angeboten in allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Bewilligung einer Zuwendung: Die Projekte müssen regelmäßig und ein ganzes Schuljahr lang in ca. 40 Einheiten (Einheiten á 90 Minuten einmal wöchentlich) stattfinden. Projekte mit vergleichbarem zeitlichem Gesamtumfang können ausnahmsweise zusammengefasst und als Blockprojekt durchgeführt werden. Gefördert werden bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Form eines Festbetrags.

Der Fachbereich Tanzvermittlung NRW hilft, die passenden Partner zu finden und organisiert für alle Tanzpädagog_innen und Tanzkünstler_innen, die innerhalb eines Kultur-und-Schule-Projekts arbeiten, spezialisierte Fortbildungen.

Mehr Informationen unter:
www.kulturundschule.de


ChanceTanz

ist ein Förderprogramm des Bundesverbands Tanz in Schulen e.V. für außerschulische tanzkünstlerische Projekte, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche richten und von lokalen Bündnissen getragen werden.

Die lokalen Bündnisse bestehen aus mindestens drei unterschiedlichen Akteuren aus den Bereichen Tanzkunst - Kultur- sozialräumliche Einrichtung - Schule/Kita - Aus-/ Weiterbildung. Ein Partner aus der Kultur bringt die tanzkünstlerische Expertise ein. Ein weiterer Partner sichert den Zugang zur Zielgruppe. Der dritte Partner bringt eine für die Projektidee zusätzliche Kompetenz ein.

Als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhält der Bundesverband Tanz in Schulen von 2013 bis 2017 dafür im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" bis zu 5,8 Millionen Euro, die er an die von einer Expertenjury ausgewählten Projekte weiterleitet. Ausschreibungen zur Antragstellung erfolgen mehrmals jährlich.

"ChanceTanz" fördert lokale Projektmaßnahmen, in denen Kinder und Jugendliche unter professioneller Leitung von Tanzkünstler_innen und Tanzpädagog_innen an einem tänzerisch-kreativen Prozess teilhaben und diesen aktiv mitgestalten. Hinzu kommen Angebote zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien sowie Gespräche und Begegnungen mit Tanzkünstler_innen. Konzipiert und beantragt werden können Projekte in zwei unterschiedlichen Formaten - Tanz_ Start und Tanz_lntensiv, die sich insbesondere in ihren zeitlichen Vorgaben voneinander unterscheiden (30 - 40 bzw. 65 - 80 Stunden Tanz).

Mehr Informationen unter:
www.chancetanz.de


Kulturrucksack NRW

Der "Kulturrucksack NRW" ist ein partnerschaftlich angelegtes Programm des Landes und der Kommunen und dient der Förderung der kulturellen Bildung außerhalb von Schule. Es wird in gemeinsamer Verantwortung von Kultur- und Jugendpolitik umgesetzt. Zusammen mit Kommunen und Kultur- und Jugendeinrichtungen möchte die Landesregierung einen besonderen Anreiz für junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren zur Beteiligung an kulturellen Aktivitäten schaffen. Die angebotenen Veranstaltungen und Projekte sollen das Interesse der Kinder und Jugendlichen am kulturellen Leben wecken, vertiefen und ihnen die Möglichkeit geben, in allen Kunst- und Kultursparten eigenschöpferisch tätig zu werden.

Die Kommunen, die sich an dem Programm beteiligen, entwickeln ihre eigenen Angebote. Mögliche Kooperationen mit Tanzkünstler_innen und Tanzpädagog_innen für Tanzprojekte sind also individuell bei der jeweiligen Stadt oder Kommune zu erfragen, da die Modelle sehr unterschiedlich ausfallen.

Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Umsetzung des "Kulturrucksacks NRW" ist die Koordinierungsstelle. Sie begleitet und unterstützt die kommunalen Akteure bei der Bewerbung sowie bei Einführung und Koordination ihrer Kulturrucksack-Aktivitäten. Für Fragen im Rahmen der Bewerbung wenden Sie sich bitte an:

Koordinierungsstelle Kulturrucksack NRW
c/o Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/ Jugendkunstschulen NRW e.V.
Telefon: 02303 25302-18/19
kulturrucksack@lkd-nrw.de


Mehr Informationen unter:
www.kulturrucksack.nrw.de


JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen

ist ein kulturelles Bildungsprogramm in der Grundschule für das Land Nordrhein-Westfalen. Durchgeführt wird JeKits in Kooperation von außerschulischen Bildungsinstitutionen (wie z. B. Musikschulen oder Tanzinstitutionen) und den Schulen. Mit dem Programm werden alle Kinder einer beteiligten Schule erreicht.

JeKits hat drei alternative Schwerpunkte: Instrumente, Tanzen oder Singen und startet zum Schuljahr 2015/16 als landesweites Nachfolgeprogramm von „Jedem Kind ein Instrument“ (kurz JeKi).

  • die Programmlaufzeit beträgt zwei Jahre
  • Singen und Tanzen werden als eigene Schwerpunkte neben dem Instrumentalspiel einbezogen
  • Gemeinsames Musizieren und Tanzen werden von Anfang an stärker betont


Mehr Informationen unter:
www.jekits.de


Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Hier veröffentlichen wir eine Liste mit potentiellen Geldgebern und aktuelle Ausschreibungen. PDF Download


Kontakt

Adresse

Im Mediapark 7, 50670 Köln

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0221.888 95 390