TANZAnsichten

Der Tanz ist als selbstverständlicher Bestandteil in der kulturellen Bildung angekommen. Wir möchten dazu beitragen, diesen Prozess in der Gesellschaft weiter voranzubringen. (Linda Müller & Martina Ketterer)


„… angekommen – und dann?!“

Tanz ist eine universelle Sprache und kann gerade in Verbindung mit Geflüchteten verstärkt zur Vermittlung und zum Verständnis untereinander beitragen. Perspektivisch werfen Begegnungen mit Menschen nach Fluchterfahrung jedoch viele Fragen auf: Was will ich als Tänzer_in, Kulturinstitution, Choreograf_in, etc. vermitteln? Welche Möglichkeiten hat der Tanz überhaupt? Welche gegebenen Strukturen sind sinnvoll? Was können und sollen wir tun, um in einer Woge der Hilfsbereitschaft möglichst sinnvolle Dinge zu ermöglichen? Um Geflüchtete langfristig an choreografischen Projekten teilhaben zu lassen, sollte vorab geklärt werden: Welche Fragen stehen für die Planung im Raum? Wieviel Personen aus welchen Altersstufen sind beteiligt? Gibt es – wenn nötig – ein begleitendes Coaching oder Sprachunterricht? Ist die Betreuung von Minderjährigen gewährleistet? Sind die unterschiedlichen Erwartungen miteinander zu verbinden? Natürlich ist jedes Projekt anders und daher sollten alle unterschiedlichen Projektformate jeweils den Bedingungen angepasst werden. Die Machbarkeit sollte jedoch ebenso im Fokus stehen wie der ästhetische Innovationsanspruch. Denn Experimente sind möglich und scheitern muss erlaubt sein. ...weiterlesen!


Inklusion und Forschung

Inklusion ist ein derzeit viel diskutiertes Thema. In der Praxis der tanzkünstlerischen Angebote ist Inklusion oftmals selbstverständlich, da die zeitgenössische Tanzvermittlung sich nicht auf der Basis nur einer Vorgehensweise versteht, sondern aus der Vielfalt heraus arbeitet. Sie bricht immer wieder mit vorhandenen Formen, sucht Grenzüberschreitungen zwischen Künsten und gesellschaftlichen Themen und hat in diesem Sinne eine offene Struktur.

Professionelle Tänzer_innen, Tanzpädagog_innen, Choreograf_innen arbeiten zielgruppenorientiert. Zu den Arbeitsprinzipien gelingender Vermittlung gehört die flexible Gestaltung jedes einzelnen Projektes vor Ort. Die gezielt auf die lokalen Möglichkeiten und Bedürfnisse der Beteiligten und des Umfeldes abgestimmten Konzepte lassen viel Raum für ein entsprechendes Einbinden verschiedener Voraussetzungen. Da in der ästhetischen/tänzerischen Praxis besonders interessante Projekte für inklusive Kontexte entstehen, deren Effekte (über die Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeitserfahrungen hinaus) aber oft unbenannt bleiben, gälte es aus der Forschungsperspektive, ebendiese genauer sowohl theoretisch als auch empirisch zu untersuchen und zu verdeutlichen. ...weiterlesen!


Was ist zeitgenössischer Tanz für Kinder und Jugendliche?

Bei der Vermittlung zeitgenössischer Tanzkunst werden die Kinder kreativ-spielerisch und - je nach Alter - auch mit kindgerechten Bildern, an Rhythmus und tänzerische Grundbewegungen herangeführt.

Der Tanzunterricht beinhaltet hierbei erstens eine Vielfalt tänzerischer Stile und Möglichkeiten; bietet zweitens die nötige Offenheit, auf die individuellen kreativen und ästhetischen Fähigkeiten des einzelnen Kindes einzugehen und zu fördern; und umfasst drittens darüber hinaus das Erlernen von zeitgenössischen Improvisationstechniken sowie das interdisziplinäre und auch intermediale Moment, das den Tanz im 21. Jahrhundert kennzeichnet. ...weiterlesen!


Tanzvermittlung NRW - Die Entwicklung der letzten 10 Jahre

Prof. Vera Sander - Stellvertretende Vorsitzende der GZT NRW e.V.

Tanz ist ein wichtiger Teil unseres kulturellen Erbes und ein bedeutender pädagogischer Faktor. Tanz ist Alltagspraxis, Wissensträger und künstlerisch renommierte Praxis. Es wundert daher nicht, dass in den letzten Jahren eine zunehmende Förderung dieser Kunstform und ihrer Wissenschaft stattgefunden hat und auch die Integration von Tanzkunst an Schulen immer mehr Befürworter findet. Die Landesregierung in NRW hat diese Entwicklungen nachhaltig mit unterstützt. ...weiterlesen!


Kulturelle Bildung im Tanz

Prof. Klaus Schäfer - Vorsitzender der GZT NRW e.V.

Kulturelle Bildung findet in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten statt und ist seither - nachdem anfangs ihre Bedeutung unterschätzt wurde - ständig im Aufwind. Und vor allem seit wir eine intensive Bildungsdiskussion haben, ist sie fester Teil der "anderen Seite der Bildung".

Doch der Weg war lang. Hatte bereits der Bildungsgesamtplan Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre die kulturellästhetische Bildung als einen Teil der Grundbildung verstanden, so ist nun auch heute der offizielle Bildungsbereich so weit, sie als etwas Ernstes an- und aufzunehmen. ...weiterlesen!


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